Spannende Weltreise

Leuzenbronner Tag mit Vortrag, musikalischen Beiträgen und Liturgie

LEUZENBRONN – Einen lebendigen, spannenden Vortrag bekamen die Zuhörerinnen und Zuhörer des 71. Leuzenbronner Tages in Leuzenbronn geboten. Geladen hatten die Evangelische Kirchengemeinde Leuzenbronn, der CVJM und die Landeskirchliche Gemeinschaft. Viele Interessierte folgten dem Ruf. 

Zahlreiche Besucher fanden sich im Festzelt in Leuzenbronn ein.Fotos: privat

Der Verfasser des Spiegel-Bestsellers „Mit 50 Euro um die Welt“, Christopher Schacht war angereist, um den Menschen am Nachmittag von seinen Erlebnissen seiner vierjährigen Weltreise zu berichten, die er zwischen 2013 und 2017 gemacht hatte. Mit nur 50 Euro in der Tasche Startkapital war er damals abenteuerlustig losgezogen.

Auf seiner einstigen Prioritätenliste, was er nach der Schule machen wolle, sei an erster Stelle gestanden: „Die Welt kennenlernen und bereisen.“ Gott sei für ihn erst an Stelle 382 gekommen. Das sollte sich durch seine Weltreise ändern. Schon gleich zu Beginn, so berichtete er, habe er nach zwei Tagen Hunger beim Trampen kurz vor Paris erlebt, wie sein Gebet erhört wurde und er aus einem vorbeifahrenden abgedunkelten Wagen eine eingewickelte Pizza heraus gereicht bekam.

Es war das erste Beispiel von vielen, das ihn zum Nachdenken über das Eingreifen Gottes in seinem Leben bewogen habe. Weitere sollten folgen. Immer stärker wuchs bei ihm im Laufe der Zeit die Dankbarkeit für die Dinge, die man oft zu selbstverständlich hinnimmt: ein warmes Bett, ein Dach über dem Kopf, ausreichend und sehr gutes Essen. Die atemberaubenden Natureindrücke, die er in den Jahren sammelte, ließen in ihm den Glauben an den Schöpfer und die Schöpfung wachsen.

Schließlich lernte er in der Zeit seiner Reise auch seine zukünftige Ehefrau kennen. Nach seiner Weltreise begann er das Theologiestudium. Bereits in seiner Predigt am Vormittag des Leuzenbronner Tages demonstrierte Schacht den Anwesenden anhand des Stoffwechsels des Einzellers sowie der gigantischen Größe des Universums, die Großartigkeit des Schöpfers.

Humorvoller Redner: Christopher Schacht.

Dabei entpuppte sich Christopher Schacht als sehr guter Redner. Er nimmt seine Zuhörer durch seine spannenden Berichte mit hinein in seine persönlichen Erlebnisse und kann ohne Punkt und Komma sprechen. Mit vielen Beispielen und Bildern kleidete er den Vortrag aus. Seine Zuhörerschaft erlebte ihn als humorvoll und mitreißend.

So vergingen selbst die drei Stunden am Nachmittag, die durch Schachts Vortrag und die Kaffeepause ausgefüllt wurden, wie im Fluge. Umrandet war die Veranstaltung durch Beiträge von Posaunenchor und Kirchenchor der Kirchengemeinde. Dekan Hans-Gerhard Gross und Pfarrerin Dorothea Bezzel übernahmen liturgische Teile.

Nach Jahrzehnten feierte man wieder im Pfarrgarten

In diesem Jahr gab es aber noch eine Premiere beim Leuzenbronner Tag. Wie zu Anfangszeiten war man heuer nach Jahrzehnten wieder einmal in den Pfarrgarten gegangen und hatte sich dort in einem großen Festzelt versammelt. Es war in gewisser Weise also eine Rückkehr zu den Wurzeln. Das Feuerwehrhaus diente als Speisenausgabe. Die „neuen“ Räumlichkeiten wurden gut angenommen, so dass am Vormittag mehr Besucher anwesend waren als in den vergangenen Jahren, während die Veranstalter am Nachmittag ungefähr dieselbe Zuhörerzahl wie bislang verzeichneten.

Rund 60 Bücher von Schacht fanden an dem Tag interessierte Käufer, die alles nochmals in Ruhe nachlesen wollten. Der Leuzenbronner Tag findet immer am zweiten Juliwochenende in der gleichnamigen Ortschaft statt. ws/uw

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